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18.09.2026

Einfach weg: Zerstörte Schlösser und verlorene Kunstschätze

Dr. Matthias Donath spricht am 8. Oktober im Museum Schloss Doberlug über die Auswirkungen der Bodenreform auf die Schlösserlandschaft

Schloss Mockritz nach Einstellung der Abbrucharbeiten im Jahr 1950.

Schloss Mockritz nach Einstellung der Abbrucharbeiten im Jahr 1950.
© Sammlung Zentrum für Kultur/Geschichte (ZKG)
In einem Vortrag am 8. Oktober um 17.00 Uhr im Museum Schloss Doberlug stellt Dr. Matthias Donath die drastischen Folgen der Bodenreform für die Schlösserlandschaft im ländlichen Raum vor. Bei der Reform im Herbst 1945 wurden nicht nur Grund und Boden enteignet, sondern Schlösser und Herrenhäuser samt ihrem oft wertvollen Inventar. Manches wurde danach geborgen, vieles jedoch geplündert oder vernichtet. Durch den Abbruch der Schlösser und Herrenhäuser sollte zudem die Erinnerung an die früheren Gutsbesitzer und die ehemaligen Rittergüter ausgelöscht werden. Matthias Donath beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone und erklärt anhand von Beispielen aus Sachsen und der Doberluger Umgebung, wie groß die Verluste waren und wie mühsam es ist, die verlorene Erinnerung zurückzugewinnen.
Dr. Matthias Donath studierte an den Universitäten Leipzig und Freiburg und wurde 1998 mit einer Dissertation zur Baugeschichte des Meißner Doms promoviert. In Niederjahna bei Meißen betreibt Donath seit 2013 mit Lars-Arne Dannenberg das Zentrum für Kultur//Geschichte (ZKG), das sich der Forschung zur Geschichte des sächsischen Adels widmet. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen befassen sich insbesondere mit der Bauforschung zu sächsischen Adelssitzen und Schlössern, aber auch mit der Familiengeschichte von sächsischen Adelsgeschlechtern. Donath ist Mitglied der Historischen Kommission des Sächsischen Adels und der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Seit 2015 ist er gemeinsam mit Lars-Arne Dannenberg Herausgeber und Verleger der „Sächsischen Heimatblätter“.
Eintritt 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Um verbindliche Voranmeldung unter Tel. 035322 6888520 oder E-Mail museum-schlossdoberlug@lkee.de wird gebeten.
18.09.2026 

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