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29.07.2026

Hochwasserschutz kommt voran: Landkreis drängt auf weitere Schritte entlang Schwarzer Elster und Elbe

Ministerin Hanka Mittelstädt informiert sich gemeinsam mit Landrat Marcel Schmidt über Baufortschritt in Herzberg – Landkreis nimmt gesamte Region in den Blick

Gunnar Soyka, Projektleiter des Landesamtes für Umwelt Brandenburg, erläutert u.a. Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Landrat Marcel Schmidt (v.l.n.r.) die laufenden Arbeiten an der Hochwasserschutzanlage entlang der Schwarzen Elster.

Gunnar Soyka, Projektleiter des Landesamtes für Umwelt Brandenburg, erläutert u.a. Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Landrat Marcel Schmidt (v.l.n.r.) die laufenden Arbeiten an der Hochwasserschutzanlage entlang der Schwarzen Elster.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Torsten Hoffgaard

Mit jedem Baufortschritt wächst die Sicherheit für die Menschen in Herzberg (Elster). Davon überzeugten sich Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Landrat Marcel Schmidt am 29. Juli bei einem Besuch der laufenden Hochwasser-schutzmaßnahmen an der Schwarzen Elster. Gemeinsam mit Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz informierten sie sich über den aktuellen Stand der Arbeiten am sogenannten „Teilobjekt 1 – Bauabschnitt 2–3 links“, für das rund 4,55 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Brandenburg investiert werden.
„Vor ziemlich genau einem Jahr wurde an dieser Stelle noch über Planungen gesprochen. Heute können wir sehen, dass daraus sichtbare Fortschritte geworden sind“, sagte Landrat Marcel Schmidt. „Die Bauarbeiten laufen, die Rammarbeiten für die Spundwand sind abgeschlossen und mit jedem Baufortschritt wächst auch die Sicherheit für die Menschen in Herzberg. Das ist ein gutes Signal und zeigt, dass sich Beharrlichkeit auszahlt.“
Der Landkreis begrüßt ausdrücklich, dass die Arbeiten planmäßig voranschreiten. Im Stadtgebiet entsteht eine moderne und standsichere Hochwasserschutzanlage für das Schutzziel HQ100. Dafür wird auf rund 7.000 Quadratmetern eine tragende und zugleich abdichtende Spundwand eingebracht. Parallel entsteht ein neuer asphaltierter Deichverteidigungsweg. Darüber hinaus werden eine Flutmulde zur Verbesserung des Hochwasserabflusses hergestellt sowie Baugrundverbesserungen im Bereich der ehemaligen Altlastendeponie „Am Sportplatz“ vorgenommen. Umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sorgen dafür, dass Eingriffe in Natur und Landschaft fachgerecht kompensiert werden. Mit den Bauarbeiten wurde im Dezember 2025 begonnen, die Fertigstellung ist für Ende September 2027 vorgesehen.

Für Landrat Schmidt reicht der Blick jedoch über die Baustelle in Herzberg hinaus. Hochwasserschutz sei eine der wichtigsten Infrastrukturaufgaben im Landkreis Elbe-Elster. Viele Bürgerinnen und Bürger erinnerten sich noch gut an die schweren Hochwasser der vergangenen Jahrzehnte und erwarteten zu Recht, dass Städte und Gemeinden bestmöglich geschützt werden.
„Deshalb dürfen wir nicht nur auf Herzberg schauen“, betonte der Landrat. „In Bad Liebenwerda hoffen wir auf einen zügigen Abschluss der Planungen, damit dort endlich gebaut werden kann. In Elsterwerda wünschen wir uns deutlich mehr Tempo bei der Vorbereitung der Maßnahmen. Und auch an der Elbe bleibt insbesondere der noch fehlende Deichabschnitt vor Mühlberg eine wichtige Aufgabe. Dort besteht weiterhin Handlungsbedarf, damit der Hochwasserschutz entlang der gesamten Strecke den heutigen Anforderungen entspricht.“
Umweltministerin Hanka Mittelstädt unterstrich die Bedeutung der laufenden Investitionen. Die Hochwasserereignisse insbesondere der Jahre 2010 und 2013 hätten gezeigt, dass die bestehenden Deiche im Raum Herzberg den heutigen Anforderungen bei Extremhochwasser nicht mehr genügen. Deshalb investiere das Land gezielt in die Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlagen entlang der Schwarzen Elster. Ziel sei ein Schutz vor einem statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasserereignis (HQ100).

Zum Abschluss dankte Marcel Schmidt der Ministerin dafür, dass sie den Hochwasserschutz erneut zu einem Schwerpunkt ihrer Landkreis-Tour gemacht habe. „Das ist ein wichtiges Signal für unsere Region. Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gemeinsam mit Land, Kommunen und den Menschen vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann.“

29.07.2026 

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