Nach Angriff auf Mitarbeiterin: Landkreis verstärkt Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in der Außenstelle der Kreisverwaltung in Finsterwalde am 16. Juli sowie mehreren verletzten Personen hat sich Landrat Marcel Schmidt erstmals zu dem Vorfall geäußert. Der Landrat, der sich derzeit im Urlaub befindet, steht seit Bekanntwerden der Ereignisse in engem Austausch mit der Verwaltungsleitung und hat weitere Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten veranlasst.
„Der Angriff auf unsere Kollegin und die weiteren Verletzten erschüttert mich zutiefst. Für eine solche Tat gibt es keinerlei Rechtfertigung. Ich bin sehr erleichtert, dass die Folgen nach allem, was wir derzeit wissen, nicht noch schwerwiegender ausgefallen sind. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien. Zugleich möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versichern: Sie können sich auf die Unterstützung der Kreisverwaltung verlassen. Wir werden alles dafür tun, sie in dieser schwierigen Situation zu begleiten und ihnen den Rücken zu stärken“, erklärt Landrat Marcel Schmidt.
Der Landrat verweist zugleich auf die besondere Verantwortung der Beschäftigten, insbesondere im Jugendamt. Viele Entscheidungen werden dort in schwierigen persönlichen Lebenslagen getroffen und sind nicht selten mit Konflikten verbunden.
„Wir wissen um die herausfordernde Tätigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere im Jugendamt. Gerade deshalb tragen wir als Arbeitgeber eine besondere Verantwortung für ihre Sicherheit. Mit der kurzfristigen Beauftragung eines Sicherheitsdienstes schaffen wir eine erste sofort wirksame Maßnahme. Gleichzeitig werden wir gemeinsam mit der Polizei prüfen, wie wir unsere Dienstgebäude und Arbeitsabläufe noch besser aufstellen können, damit sich unsere Beschäftigten und auch die Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen.“
Zur Unterstützung der betroffenen Beschäftigten werden in der kommenden Woche Fachleute des Kriseninterventionsteams der Unfallkasse vor Ort sein. Sie sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen, das Erlebte aufzuarbeiten und sie professionell begleiten.
Darüber hinaus wird die Kreisverwaltung sämtliche Dienstgebäude auf mögliche bauliche sowie organisatorische Verbesserungen im Bereich der Sicherheit überprüfen. Dabei wird der Landkreis die technische Präventionsberatung der Polizei einbeziehen, um geeignete Maßnahmen fachlich begleiten zu lassen.
Die Ermittlungen zum Tathergang und zu den Hintergründen des Angriffs führt weiterhin die Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Die Kreisverwaltung konzentriert sich parallel darauf, ihre Beschäftigten bestmöglich zu unterstützen und die notwendigen Konsequenzen für einen noch besseren Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ziehen.




