Ohne Ausbau der B87 kein Wachstum:
Region erneuert mit Torgauer Erklärung 2 .0 ihren Appell an die Politik
Seit mehr als zwei Jahrzehnten wartet unsere Region auf spürbare Fortschritte beim Ausbau der B87. Acht Jahre nach der ersten Unterzeichnung der „Torgauer Erklärung“ sind kaum Ergebnisse sichtbar. Für Landrat Marcel Schmidt steht fest: „Die wirtschaftliche Zukunft unserer Heimat wird durch politische Versäumnisse und die Einstufung der Straße als bloßer „weiterer Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan massiv gefährdet.“
Die B87 ist eine Lebensader für Wirtschaft und die Region. Diese Straße ist kein theoretisches Infrastrukturprojekt, sie ist das reale Rückgrat für Industrie, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus und Logistik in Elbe-Elster. Täglich befahren bis zu 15.000 Fahrzeuge diese Strecke, ein Viertel davon schwerer Güterverkehr. Das Verkehrsaufkommen wächst jährlich um rund zwei Prozent. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind Dauerstress: Staus, gefährliche Engstellen, riskante Überholmanöver und eine enorme Lärm- und Abgasbelastung für die Anwohner.
Wie dringlich der Ausbau ist, zeigt auch die militärische Entwicklung direkt vor unserer Haustür: Der Fliegerhorst Schönewalde/Holzdorf wird zum größten Luftwaffenstützpunkt Ostdeutschlands ausgebaut. Zu den bestehenden 1.800 Arbeitsplätzen kommen 700 weitere zivile und militärische Beschäftigte hinzu. Wir erwarten einen Zuzug von bis zu 1.200 Menschen in die Region. Es besteht Handlungsbedarf, um ein leistungsfähige Verkehrsanbindung im Umkreis von 50 Kilometern für dieses Mammutprojekt zu gewährleisten.
Weil sich beim Ausbau der Bundesstraße 87 seit Jahren nichts bewegt, erneuert der Landkreis Elbe-Elster gemeinsam mit den Wirtschaftskammern IHK Leipzig und IHK Cottbus sowie dem Landkreis Nordsachsen, der Stadt Torgau und der Stadt Herzberg (Elster) seine Kernforderungen an die Bundes- und Landesregierungen.
Mehr zur Torgauer Erklärung 2.0 finden Sie bei der IHK Cottbus.




