19.05.2026
100 Jahre gelebte Geschichte in Mühlberg gefeiert
Festveranstaltung im Museum Mühlberg 1547 würdigte bewegte Vergangenheit, engagierte Persönlichkeiten und den Auftakt zum Internationalen Museumstag im Land Brandenburg
Zur Eröffnung der Sonderausstellung »Aus Liebe zur Stadt. Hans Kretschmann als Maler und Museumsmacher« führte Martina Pöschl in das malerische Schaffen des prägenden Museumsleiters und Künstlers Hans Kretschmann ein.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Torsten Hoffgaard
Musikalisch begleitet vom Akkordeon-Ensemble der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun des Landkreises Elbe-Elster, unter Leitung von Diplommusikpädagogin Sarah Smith, erinnerte die Festveranstaltung an die bewegte Geschichte des Hauses, das 1926 aus bürgerschaftlichem Engagement heraus gegründet worden war.
In ihrer Festrede blickte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Martina Pöschl auf die einzelnen Etappen der Museumsgeschichte bis in die Gegenwart zurück. Dabei spannte sie den Bogen von den Anfängen des Hauses über Zeiten des Umbruchs und der Neuausrichtung bis hin zur heutigen Rolle des Museums als lebendiger kultureller Ort im Landkreis Elbe-Elster. Persönliche Erinnerungen und Anekdoten aus jahrzehntelanger Museumsarbeit verliehen ihrem Rückblick dabei eine besondere persönliche Note.
Landrat Marcel Schmidt würdigte in seinem Grußwort insbesondere die Menschen, die das Museum über Jahrzehnte mit Leidenschaft und Beharrlichkeit geprägt haben. Das Museum Mühlberg 1547 sei weit mehr als ein Ort der Aufbewahrung historischer Objekte. Es stehe für Identität, Zusammenhalt und die lebendige Vermittlung regionaler Geschichte. „Kultur ist kein Luxus für ruhige Zeiten. Kultur ist Fundament – für Identität, für Zusammenhalt, für das Verständnis unserer gemeinsamen Geschichte“, betonte der Landrat.
Besondere Anerkennung sprach Schmidt der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Martina Pöschl aus, die das Haus seit vier Jahrzehnten begleitet und maßgeblich geprägt hat. Zugleich dankte er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Förderern, wissenschaftlichen Begleitern und Partnern, die das Museum durch verschiedene Entwicklungsphasen getragen hätten. Hervorgehoben wurde dabei auch die tatkräftige Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“.
Im Mittelpunkt des Tages stand zudem die Eröffnung der Sonderausstellung „Aus Liebe zur Stadt. Hans Kretschmann als Maler und Museumsmacher“. Die Ausstellung widmet sich dem Maler, Restaurator und langjährigen Museumsleiter Hans Kretschmann (1897–1978), der das Museum in seiner frühen Entwicklungsphase entscheidend prägte. Gezeigt werden zahlreiche Gemälde, darunter Stadtansichten, Landschafts- und Blumenbilder sowie weitere Arbeiten, die seine enge Verbundenheit mit Mühlberg und der Region widerspiegeln.
Zu den Gästen der Festveranstaltung gehörten auch Nachfahren Hans Kretschmanns. Mit Sohn Jost und Enkel Olaf Kretschmann nahmen Angehörige der Familie an der Jubiläumsfeier und der Ausstellungseröffnung teil.
Beim anschließenden Sektempfang sowie Führungen durch die neue Sonderausstellung nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zum Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebes.
Das Akkordeon-Ensemble der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun sorgte für die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung im Willkommenszentrum des Klosters Mühlberg.
© Pressestelle Kreisverwaltung Elbe-Elster/Torsten Hoffgaard




