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13.05.2026

Fantastische Papierwelten zwischen barocker Pracht und moderner Kunst

Museum Schloss Doberlug zeigt ab 15. Mai spektakuläre Papierkunst der ukrainischen Papierkünstlerin Asya Kozina

Taubenpaar.

Taubenpaar.
© MVEE/Weber
Mit der Ausstellung „Schnitte/ Cuts“ zeigt das Museum Schloss Doberlug vom 15. Mai bis 4. Oktober die fantastischen Papierkunstwerke der ukrainischen Papierkünstlerin Asya Kozina. Nach Ausstellungsbeteiligungen in Italien, Frankreich, den USA und den Niederlanden sind nun 13 ihrer außergewöhnlichen Arbeiten erstmals in Deutschland zu sehen – einige davon eigens für die Ausstellung geschaffen.
Aus schlichtem weißem Papier entstehen bei Kozina faszinierende Kunstwerke voller Details und barocker Opulenz: monumentale Papierperücken, reich verzierte Gewänder und skulpturale Figuren, die wirken, als seien sie direkt einer historischen Hofgesellschaft entsprungen. Trotz ihres filigranen Materials besitzen die Arbeiten eine beeindruckende Präsenz und verbinden kunstvolle Leichtigkeit mit großer handwerklicher Präzision.
Besonders spannend ist das Zusammenspiel mit der in Doberlug präsentierten Sammlung Dohna-Schlobitten: Prächtige Möbel, Kunstwerke und Alltagsobjekte des Adels aus dem 16. bis 19. Jahrhundert treffen hier auf Kozinas zeitgenössische Papierkunst. So entstehen eindrucksvolle Bezüge zwischen historischen Formen, barocker Pracht und moderner künstlerischer Interpretation.
Gleichzeitig schwingt in vielen Werken Asya Kozinas auch die Frage mit, wie Kultur, Erinnerung und Identität bewahrt werden können. Sowohl die Geschichte von Schloss Schlobitten, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, als auch die Erfahrungen einer Künstlerin in einem Land im Kriegszustand verleihen der Ausstellung eine zusätzliche Tiefe. Seit ihrer Rückkehr in die Ukraine im Jahr 2020 stehen Themen wie Heimat, kulturelle Identität und Krieg im Zentrum ihres Schaffens. Arbeiten wie „Die Religion des Todes“ (2023) reflektieren die Realität eines Landes im Ausnahmezustand. Mit „Ode an Sonia“ (2025) würdigt sie die französische Künstlerin Sonia Delaunay und verweist auf deren ukrainische Wurzeln. Kozinas Arbeiten zeigen dabei nicht nur Zerbrechlichkeit, sondern auch die Kraft von Kunst und kultureller Erinnerung.

Die Ausstellung wurde möglich gemacht durch die Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs sowie der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“.

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Herr Torsten Hoffgaard

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