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28.09.2026

RegioStrat nimmt länderübergreifende Regionalentwicklung in den Blick

Netzwerkpartner aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen beraten über gemeinsame Strategie im Umfeld des Bundeswehrstandorts Schönewalde/Holzdorf
Projektleiter Lukas Zscherneck moderierte die Kick-off-Veranstaltung im Herzberger Bürgerzentrum.

Projektleiter Lukas Zscherneck moderierte die Kick-off-Veranstaltung im Herzberger Bürgerzentrum.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Tilo Wanka

Wie kann sich die Region rund um den Bundeswehrstandort Schönewalde/Holzdorf auf dessen Ausbau vorbereiten und die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten nutzen? Mit dieser Frage haben sich am Donnerstag (24.09.) Netzwerkpartner aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen bei der Kick-off-Veranstaltung des Projekts Strategische Regionalentwicklung (RegioStrat) im Bürgerzentrum Herzberg (Elster) beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Erstellung eines Strategischen Regionalen Entwicklungskonzepts (SREK). Es soll eine gemeinsame Grundlage für die künftige Entwicklung der Region schaffen und konkrete, länderübergreifend umsetzbare Maßnahmen aufzeigen.
Der Landkreis Elbe-Elster ist Zuwendungsempfänger und federführender Projektpartner. Das Programm wird gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
Bei der Auftaktveranstaltung kamen Vertreter der beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden, der regionalen Planungsgemeinschaften und -stellen sowie des Bundeswehrstandorts Schönewalde/ Holzdorf und des Bundeswehrdienstleistungszentrums Doberlug-Kirchhain zusammen. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Susann Kirst, Beigeordnete und zuständige Dezernentin für Ordnung und kreisliche Entwicklung. Projektleiter Lukas Zscherneck führte als Moderator durch die Veranstaltung.

Gemeinsame Strategie über Ländergrenzen hinweg
Anlass für die strategische Zusammenarbeit ist insbesondere der geplante Aufwuchs des Bundeswehrstandorts Schönewalde/Holzdorf. Laut Bundeswehr wird von rund 700 zusätzlichen Dienstposten ausgegangen. Welche Auswirkungen dieser Aufwuchs auf die Region haben wird, hängt unter anderem davon ab, in welchem Umfang die künftig am Standort eingesetzten Kräfte in die Region ziehen oder zwischen ihrem Wohnort und der Dienststelle pendeln. Für die Regionalentwicklung bedeutet dies, unterschiedliche Entwicklungsszenarien zu berücksichtigen und frühzeitig gemeinsame Antworten auf mögliche zusätzliche Bedarfe zu entwickeln.
Der Projektraum geht dabei über das unmittelbare Umfeld des Bundeswehrstandorts hinaus. Zusätzlich einbezogen wird die Stadt Doberlug-Kirchhain. Dort befindet sich mit dem Heeresinstandsetzungslogistik GmbH (HIL) eines von drei Instandsetzungswerken für die Bundeswehr. Auch dieses Werk wird im Zuge des Standortausbaus seine Kapazitäten erweitern. Damit umfasst das Projekt Kommunen, die vom Bundeswehrstandort Schönewalde/Holzdorf und dessen Ausbau räumlich-funktional direkt betroffen sind oder als Wohn- und Wirtschaftsstandorte für künftig zusätzliche Dienstkräfte infrage kommen.
Ziel von RegioStrat ist es, diese Entwicklungen nicht isoliert in einzelnen Kommunen oder Bundesländern zu betrachten. Vielmehr sollen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen ihre Planungen aufeinander abstimmen und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Aus den Bedarfen und Erwartungen der Netzwerkpartner sollen konkrete und umsetzbare Maßnahmen abgeleitet und priorisiert werden.

Sechs Handlungsfelder für die weitere Arbeit
Bei der Auftaktveranstaltung wurden die Themenbereiche für die weitere Zusammenarbeit vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt stehen sechs Handlungsfelder, die in der Veranstaltung gemeinsam abgestimmt wurden. Diese sind:

▪️Wohnraum und Flächenentwicklung
▪️Technische Infrastruktur, Mobilität und Verkehr
▪️Soziale Infrastruktur, Bildung und Daseinsvorsorge
▪️Wirtschaft, Gewerbe und Fachkräfte
▪️Zivilverteidigung, Immissionen und Restriktionen
▪️Regionale Identität & Integration

Blick in den Saal mit den teilnehmenden Netzwerkpartnern.

Blick in den Saal mit den teilnehmenden Netzwerkpartnern.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Tilo Wanka

Die Netzwerkpartner brachten ihre jeweiligen regionalen Erfahrungen, Bedarfe, Erwartungen und auch ihre Bedenken in die Diskussion ein. Dabei ging es insbesondere darum, gemeinsame Schnittmengen und Herausforderungen zu identifizieren sowie erste Ansatzpunkte für mögliche Maßnahmen zu benennen. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die weitere Erarbeitung des Strategischen Regionalentwicklungskonzepts.

Weitere Arbeitsschritte vereinbart
Neben den inhaltlichen Schwerpunkten ging es bei der Kick-off-Veranstaltung auch um die weitere Arbeitsstruktur. Vorgesehen sind eine Steuerungsgruppe sowie gegebenenfalls zusätzliche Arbeitskreise. In vertiefenden Fachworkshops sollen die sechs Handlungsfelder weiterbearbeitet, konkrete Maßnahmen entwickelt und deren Prioritäten herausgearbeitet werden.
Mit dem Strategischen Regionalentwicklungskonzept soll eine gemeinsame Perspektive für einen Raum entstehen, dessen Entwicklung durch den Ausbau des Bundeswehrstandorts vor neuen Herausforderungen steht. RegioStrat soll dabei helfen, die notwendigen Veränderungen frühzeitig länderübergreifend zu betrachten, vorhandene Potenziale zu nutzen und die weitere Entwicklung der beteiligten Kommunen aufeinander abzustimmen.

28.09.2026 

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Herr Torsten Hoffgaard

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