Helfer und Helden: Innenminister verleiht Ehrenzeichen und Rettungsmedaille des Landes
62 Bürgerinnen und Bürger sind am 19. September in Klaistow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) für ihre besonderen Leistungen im Brand- und Katastrophenschutz sowie für mutige Rettungstaten geehrt worden. Im Rahmen eines Festempfangs erhielten 57 Angehörige der Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten die Ehrenzeichen des Landes. Zwei Frauen und zwei Männer wurden für ihr couragiertes Handeln unter Lebensgefahr mit der Brandenburgischen Rettungsmedaille ausgezeichnet, zudem wurde eine Rettungstat mit einer Belobigung gewürdigt. Die Auszeichnungen überreichte Innenminister René Wilke zusammen mit Staatssekretär Dr. Johannes Wagner und Landesbranddirektor Michael Koch. Für Elbe-Elster nahm neben Kreisbrandmeister Steffen Ludewig und dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Romey als Vertreterin des Landrates Christian Jaschinski die künftige Beigeordnete Susann Kirst teil.
Wilke: „Wer anderen in akuten Notlagen das Leben rettet oder Jahre und Jahrzehnte im Brand- und Katastrophenschutz aktiv ist, der hat den Dank unseres Landes mehr als verdient. Das Ehrenzeichen im Brand- und Katastrophenschutz und die Brandenburgische Rettungsmedaille sind Ausdruck dieser tiefempfundenen Wertschätzung. Sie sind Helfer und Helden, die auszuzeichnen mir eine große Ehre ist.“
Grußworte sprachen Rolf Fünning, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e. V. und Lee-Jérôme Schumann, Leiter Krisenmanagement im DRK-Landesverband Brandenburg e.V.
Unter den 62 Ausgezeichneten in Klaistow waren auch drei Engagierte aus Elbe-Elster:
Für seine Führungsstärke und die souveräne Koordination der Bundeswehr und der länderübergreifenden Zusammenarbeit beim Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster 2022 bekam Hauptmann der Reserve Martin Franke vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr EE das Ehrenzeichen im Katastrophenschutz Sonderstufe in Gold als Steckkreuz überreicht.
Für sein langjähriges Engagement und seine maßgebliche Arbeit bei der Vegetationsbrandbekämpfung, insbesondere die Entwicklung und Einführung eines Schlagregnersystems, erhielt René Walther von der Freiwilligen Feuerwehr Maasdorf das Ehrenzeichen im Brandschutz.
Für sein langjähriges Engagement als Amtsbrandmeister, seine Verdienste in der Ausbildung von Jugend- und Einsatzkräften sowie seine herausragende Führungsarbeit nahm Hauptbrandinspektor Guido Schmidt von der Freiwilligen Feuerwehr Lebusa das Ehrenzeichen im Brandschutz in Silber am Bande entgegen.
Susann Kirst würdigte die Ausgezeichneten mit den Worten: „Ich freue mich sehr, dass mit Martin Franke, René Walther und Guido Schmidt drei für Elbe-Elster engagierte Männer heute diese besondere Ehrung erhalten haben. Ihr Einsatz – ob bei den Großschadenslagen der Waldbrände in den letzten Jahren, in der Weiterentwicklung der Vegetationsbrandbekämpfung oder in der jahrelangen Ausbildung und Führung unserer Feuerwehren – verdient größte Anerkennung. Sie stehen stellvertretend für die vielen Frauen und Männer im Landkreis Elbe-Elster, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen und mit ihrem Engagement unsere Region sicherer machen.“
Hintergrund
Ehrenzeichen im Brandschutz werden an Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufs-, Betriebs- und Werkfeuerwehren verliehen. Darüber hinaus kann das Ehrenzeichen im Brandschutz als Sonderstufe in Gold auch an andere Personen verliehen werden. Das gleiche gilt für das Ehrenzeichen im Katastrophenschutz. Voraussetzung für die Verleihung der Ehrenzeichen sind besondere Leistungen, die erheblich über die regelmäßige Tätigkeit im Brand- und Katastrophenschutz hinausgehen.




