19.10.2026
Ein Leben für die Feuerwehr: 68 Kameradinnen und Kameraden für treue Dienste geehrt
Landkreis Elbe-Elster würdigte im voll besetzten Refektorium Doberlug-Kirchhain 50, 60 und 70 Jahre ehrenamtliches Engagement / Landrat Marcel Schmidt dankte für jahrzehntelange Einsatzbereitschaft und gelebte Kameradschaft
Sechs Jahrzehnte im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr: Oberbrandmeister Horst Däumichen (3.v.l.) aus Knippelsdorf und Brandmeister Helmut Paulenz (3.v.r.) aus Zeckerin wurden für ihre langjährige Treue ausgezeichnet.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Torsten Hoffgaard
„Heute stehen Menschen im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen haben. Menschen, die nicht lange fragen, wenn Hilfe gebraucht wird. Menschen, auf die sich andere verlassen können“, sagte Schmidt in seiner Ansprache. Die Geehrten hätten nicht nur Brände bekämpft, Menschen gerettet und bei Unfällen und Katastrophen geholfen. Sie hätten auch die Entwicklung ihrer Feuerwehren über Jahrzehnte begleitet, Verantwortung übernommen und ihr Wissen an jüngere Generationen weitergegeben. Viele hätten nach der politischen Wende maßgeblich dazu beigetragen, ihre Wehren neu aufzustellen und weiterzuentwickeln.
Der Landrat erinnerte zugleich an die schweren Waldbrände der vergangenen Jahre, unter anderem in Kölsa-Rehfeld, der Gohrischheide sowie in Breitenau und Kleinbahren. Diese Einsätze hätten eindringlich gezeigt, wie unverzichtbar gut ausgebildete und verlässlich zusammenarbeitende Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung seien.
Mit Blick auf die Zukunft sprach Schmidt auch die wachsenden Herausforderungen für das Ehrenamt an. Nachwuchs zu gewinnen und Beruf, Familie und freiwilliges Engagement miteinander zu vereinbaren, werde zunehmend schwieriger. Umso wichtiger seien erfahrene Kameradinnen und Kameraden, die ihre Kenntnisse weitergeben und jungen Menschen Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein vorleben. Zugleich betonte er die gemeinsame Verantwortung des Landkreises und seiner Kommunen für moderne Technik, gute Ausbildung und verlässliche Rahmenbedingungen. „Die beste Technik hilft uns wenig, wenn die Menschen fehlen, die sie einsetzen“, unterstrich der Landrat.
Sein Dank galt ausdrücklich auch den Familien und Angehörigen, die über viele Jahrzehnte Verständnis für Einsätze, Übungen und die damit verbundenen Entbehrungen aufgebracht hätten. Hinter jeder Medaille stehe eine persönliche Geschichte voller gemeinsamer Erlebnisse, Herausforderungen und Freundschaften.
An der Feierstunde nahmen neben den Geehrten zahlreiche Vertreter der Kommunen und Feuerwehren teil. Unter ihnen waren die Bürgermeisterinnen Claudia Sieber (Verbandsgemeinde Liebenwerda) und Anja Heinrich (Elsterwerda), Kreisbrandmeister Steffen Ludewig, Stadtbrandmeister René Wunderlich aus Doberlug-Kirchhain sowie Kreisjugendwart Robby Richter vom Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster.
Im Refektorium Doberlug-Kirchhain würdigte der Landkreis Elbe-Elster am 16. Oktober insgesamt 68 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für 50, 60 und 70 Jahre treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr.
© Pressestelle Kreisverwaltung/Torsten Hoffgaard
Nach der feierlichen Übergabe der Auszeichnungen eröffnete Landrat Marcel Schmidt den geselligen Teil des Abends. Bei Essen und Getränken bot sich reichlich Gelegenheit, Erinnerungen an ein langes und ereignisreiches Feuerwehrleben auszutauschen, alte Weggefährten wiederzutreffen und gemeinsam auf viele Jahrzehnte gelebter Kameradschaft zurückzublicken. Damit wurde die Ehrung nicht nur zu einem Zeichen öffentlicher Anerkennung, sondern auch zu einem Abend der Begegnung und des persönlichen Dankes.
19.10.2026




