Im Pausengespräch mit Referentin Stefanie Popella (2.v.l.): Teilnehmer des zweitägigen Fortbildungslehrgangs Gartenbau. Der Gartenbau als Teil der Landwirtschaft steht zwar in erster Linie für die Urproduktion. Trotzdem ist der Gartenbau schon aus der Tradition heraus sehr eng mit der Floristik verbunden und verzahnt, denn die Floristik veredelt die gartenbaulichen Produkte. Die Floristik und der Gartenbau gestalten unser Wohnumfeld positiv und tragen damit zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Beide Betätigungsfelder haben viel mit Kreativität zu tun, denn es gibt ständig neue Trends, Moden und Erkenntnisse etwa in der Gestaltung und im Servicebereich. Nicht zuletzt sind auch geänderte Vorschriften und Gesetze zu berücksichtigen.
„Um hier Schritt halten zu können, ist eine kontinuierliche Fortbildung von besonderer Bedeutung“, sagte Alfons Sonntag, Leiter der Regionalstelle für Bildung im Agrarbereich Südbrandenburg bei der Kreisvolkshochschule. In Absprache mit der Gärtnerinnung des Landkreises wurde daher an zwei Tagen Anfang Februar ein erster Weiterbildungslehrgang für rund 30 Angestellte privater Gartenbaubetriebe angeboten.
Referenten wie Stefanie Popella, die als selbstständige Diplomingenieurin für Landschaftsarchitektur in Senftenberg ein Büro unterhält, informierten u. a. über neueste Vorschriften im Pflanzenschutz, erläuterten wie Pflanzen im Haus- und Staudengarten richtig verwendet werden, gaben Tipps zur Kundenberatung sowie zu Marketing und Vertrieb. Auch über die Verwendung von gebietsfremden Pflanzen (sogenannte Neobioten) wurde im Seminar im Oberstufenzentrum Herzberg gesprochen.
„Der Rat der Verkäufer entscheidet im Alltag oft über das Wiederkommen der Kunden und schafft auch ein gewisses Vertrauensverhältnis, das weit über Angebot und Nachfrage hinausgeht“, sagte Alfons Sonntag. Deshalb wurde in der Regionalstelle für Bildung im Agrarbereich Süd gemeinsam mit Unternehmen im Gartenbau jetzt die Initiative für ein konkretes Fortbildungsangebot ergriffen, um den besonderen Bedingungen im Gärtnereiwesen Rechnung zu tragen. Nach der erfolgreichen Premiere am 3. und 4. Februar ist jetzt geplant, im kommenden Winterhalbjahr eine Fortsetzung anzubieten.