30.12.2025
Zuversicht, Zusammenhalt und klare Ziele für Elbe-Elster
Landrat Christian Jaschinski stellt bei Neujahrsansprache Weichen für 2026 – und räumt mit Vorwürfen auf
Landrat Christian Jaschinski bei der Neujahrsansprache in Herzberg.
© Lausitzwelle/Thomas Langhammer
Gleich zu Beginn bezog der Landrat Stellung zu einem inzwischen eingestellten Ermittlungsverfahren:
„Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das Verfahren vollständig und ohne Auflagen eingestellt. Die Vorwürfe waren unbegründet“, erklärte Christian Jaschinski. „Transparenz und Kooperation waren mir in dieser Zeit besonders wichtig. Verantwortung endet nicht, weil es unbequem wird – sie beginnt oft genau dort.“
Im Rückblick auf 2025 hob Jaschinski zentrale Projekte hervor, etwa die Bürgerdialogreihe zur zukünftigen Gesundheitsversorgung in Elbe-Elster mit über 350 Teilnehmenden. Ziel sei es, moderne Medizin in einem Zentralklinikum zu bündeln und zugleich wohnortnahe Gesundheitsangebote zu sichern: „Wir gestalten diesen Weg gemeinsam – mit Mut, Offenheit und dem Anspruch, die Versorgung langfristig zu sichern.“
Weitere Highlights im zurückliegenden Jahr waren: das 20-jährige Bestehen des Oberstufenzentrums Elbe-Elster sowie 15 Jahre Pflegestützpunkt mit über 21.000 Beratungen.
„Hier zeigt sich, was Nähe, Orientierung und menschliche Wärme leisten können“, betonte der Landrat und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus.
Mit Blick auf die Zukunft nannte Jaschinski den geförderten Breitbandausbau als Schlüsselprojekt für gleichwertige Lebensverhältnisse: „Über 25.000 Adressen sollen bis 2028 ans schnelle Breitbandnetz gehen. Als ländliche Region dürfen wir nicht abgehängt werden – und wir sorgen dafür, dass genau das nicht passiert.“
Ein kulturelles und gesellschaftliches Signal soll gleich zu Jahresbeginn am 2. Januar gesetzt werden: Beim Neujahrskonzert der Jungen Philharmonie Brandenburg in der Kulturweberei Finsterwalde wird erstmals der neue Nachhaltigkeitspreis „EE-WERT“ verliehen. Diese Auszeichnung steht für Projekte, „die zeigen, dass Zukunftsfähigkeit hier bei uns zu Hause ist“.
Im Rahmen der Ansprache bekräftigte Jaschinski zudem seine Motivation, auch künftig Verantwortung für den Landkreis zu übernehmen: „Ich möchte Landrat bleiben, weil ich an diese Region glaube – an ihre Stärke, an ihr Potenzial, an die Menschen. Wir haben schon viel erreicht, aber noch mehr vor uns. Und ich bin bereit, diesen Weg weiter mit voller Kraft zu gehen.“ Jaschinskis Ausblick bleibt klar und kämpferisch: „Ich bin überzeugt: Die besten Jahre Elbe-Elsters liegen nicht hinter uns, sondern vor uns. Heimat ist kein Zustand – Heimat ist ein Prozess. Und genau daran möchte ich mit Ihnen allen weiterarbeiten.“
Die vollständige Neujahrsansprache ist hier abrufbar.




