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08.01.2026

Neue Bühne Senftenberg feiert die Goldenen Zwanziger

Museum Schloss Doberlug bittet am 13. Februar zum Revue-Theater ins Refektorium Doberlug

Richard Fuchs und die Dietrich, Tingel-Tangel - Eine Friedrich Hollaender Revue.

Richard Fuchs und die Dietrich, Tingel-Tangel - Eine Friedrich Hollaender Revue.
© Steffen Rasche
Die neue Bühne Senftenberg gastiert am 13. Februar um 18.00 Uhr auf Einladung des Museums Schloss Doberlug im Refektorium am Schloss und erinnert mit der „Tingel-Tangel-Revue“ an einen der bedeutendsten deutschen Komponisten der 1920er-Jahre. Das Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ist bis heute bekannt und wird unweigerlich mit Marlene Dietrich verbunden, die es im Film „Der Blaue Engel“ weltberühmt gemacht hat. Beinah vergessen ist jedoch der Mann, der Text und Musik geschrieben hat: Friedrich Hollaender. Er war eine der prägenden Künstlerfiguren des Berlins der Goldenen Zwanziger. Als Kabarettist hatte Hollaender den Finger am Puls der Zeit und traf unter anderem auf Else Lasker-Schüler, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky. Sein eigenes, erfolgreiches Kabarett-Theater „Tingel-Tangel“ eröffnete er 1931 im Keller des berühmten Berliner Theaters des Westens. Seine Revuen waren bekannt für ihre Jazzmusik, witzige Lyrik und freche politische Satire. Unverblümt machte sich Hollaender in seinen Programmen „An allem sind die Juden schuld“ und „Höchste Eisenbahn“ über den schwelenden Antisemitismus lustig und gelangte ins Visier der Nazis, was ihn fast das Leben kostete. 1933 emigrierte Hollaender, der jüdischer Abstammung war, aus Deutschland über Paris in die USA. Dort gründete er die amerikanische Version seines Tingel-Tangel-Theaters, konnte allerdings nicht an den großen Erfolg in Deutschland anknüpfen. Geldnot brachte ihn zum Film; er führte Regie und vertonte Filme. Erst in den 1950er-Jahren kehrte Hollaender nach Deutschland zurück und lebte bis zu seinem Tod 1976 in München.

Die 1920er- und 1930er-Jahre steht im Zentrum der Tingel-Tangel-Revue, die der junge Schauspieler und Sänger Richard Fuchs mit Chansons wie „Wenn ich mir was wünschen dürfte“, „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ oder „Johnny, wenn du Geburtstag hast“ wieder aufleben lässt. Begleitet wird er von Saessak Shin am Piano.

Tickets 20 Euro, ermäßigt 16 Euro. Kartenverkauf an der Museumskasse im Schloss, Dienstag bis Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr. Verbindliche Reservierung unter Tel. 035322 6888520 oder museum-schlossdoberlug@lkee.de.

Kontakt


Frau Bianca Tilch

Kreisentwicklungsamt
SB Wirtschaftsförderung
Ludwig-Jahn-Straße 2
04916 Herzberg(Elster)
Telefon: 03535 46-1297
Fax: 03535 46-2662
E-Mail: wirtschaftsfoerderung@lkee.de oder Kontaktformular Web: https://www.wirtschaft-ee.de/kontakt.html
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