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12.10.2021

Zwei Tage Raderlebnis pur mit vielen unterhaltsamen Stopps

Auf den Spuren von Kohle, Wind & Wasser gab es diesmal verstärkt Industriekultur bei der RadKulTour 2021 hautnah zu erleben
Teilnehmer der RadKulTour 2021 nutzten die Gelegenheit zu einer Führung auf der Kohleabraumförderbrücke. Besucherführerin Carina Donath erklärte die Entstehung und den Arbeitsalltag.

Teilnehmer der RadKulTour 2021 nutzten die Gelegenheit zu einer Führung auf der Kohleabraumförderbrücke. Besucherführerin Carina Donath erklärte die Entstehung und den Arbeitsalltag.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard

Teilnehmer der „Elbe-Elster RadKulTour“ wissen, was sie bekommen, wenn sie sich in den Fahrradsattel schwingen: ein Raderlebnis pur mit vielen unterhaltsamen Stopps. So war es auch diesmal. Die dritte Auflage am 9. und 10. Oktober 2021 war wie immer akribisch vom Tourismusverband Elbe-Elster-Land e.V. zusammen mit dem Sachgebiet Kultur und Partnerschaften vom Landkreis und den beteiligten Kommunen vorbereitet worden. Gut 60 Radausflügler nahmen die Einladung an und folgten der Spur von Kohle, Wind & Wasser. Der Schwerpunkt diesmal war angelehnt an das Kulturlandjahr in Brandenburg: die Industriekultur.

Unterwegs mit dem Rad vom Naturparadies Grünhaus zum Besucherbergwerk mit der Kohleabraumförderbrücke F60 in Lichterfeld.

Unterwegs mit dem Rad vom Naturparadies Grünhaus zum Besucherbergwerk mit der Kohleabraumförderbrücke F60 in Lichterfeld.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Startpunkt der insgesamt 65 Kilometer langen Radstrecke an beiden Tagen war am 9. Oktober die Kulturweberei in Finsterwalde. Dort hatten die Teilnehmer der „Elbe-Elster RadKulTour“ exklusiven Zugang zur Baustelle für die neue Stadthalle der Sängerstadt. Diese entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Schaeferschen Tuchfabrik. Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein zur Revitalisierung der historischen Innenstadt und verkörpert städtische Industriegeschichte. Mit dem Neubau der Veranstaltungshalle wird ein attraktiver Anziehungspunkt für die Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt Finsterwalde und der Umlandgemeinden geschaffen.
Unterwegs mit dem Rad vom Naturparadies Grünhaus zum Besucherbergwerk mit der Kohleabraumförderbrücke F60 in Lichterfeld.

Unterwegs mit dem Rad vom Naturparadies Grünhaus zum Besucherbergwerk mit der Kohleabraumförderbrücke F60 in Lichterfeld.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Weitere Stationen am ersten Tag waren die Landwirtschafts-GmbH Finsterwalde in Drößig mit Einblicken in die Biogasgewinnung aus wachsenden Rohstoffen und Gülle, das Naturparadies Grünhaus auf dem ehemaligen Tagebaugelände sowie das Besucherbergwerk mit der Kohleabraumförderbrücke F60 in Lichterfeld, wo das Duo „Kompott“ einen musikalischen Gruß beisteuerte. An allen Haltepunkten gab es reichlich Informationen und Führungen. Für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für Kultur. Am Abend spielte an der F60, einem der authentischsten Orte, an dem man die Lieder des 1998 verstorbenen Liedermachers und Baggerfahrers Gerhard Gundermann präsentieren kann, die Berliner Rockband „Die Seilschaft“, Gundermanns Musikformation.
Nach dem gleichen Rezept ging es am Folgetag, dem 10. Oktober, weiter. Dort wartete ebenfalls ein volles Programm in Bad Liebenwerda, Maasdorf, Domsdorf und Wahrenbrück auf die Radler: Nach dem
Ankunft der Radfahrer an der F60.

Ankunft der Radfahrer an der F60.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Start in der Kurstadt ging es direkt nach Maasdorf mit seiner sehenswerten Ausstellung zur regionalen Industriegeschichte inklusive Führung des Heimatvereins Maasdorf. Im Technischen Denkmal Brikettfabrik Louise mit dem komplett erhaltenen und funktionellen Maschinenpark aus dem 19. Jahrhundert konnten die Besucher im Anschluss nicht nur den Produktionsprozess von der Rohkohle bis zum Brikett nachvollziehen. Die Schau in Domsdorf nahm die Teilnehmer der RadKulTour zugleich mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Region und berichtete vom Alltagsleben der Menschen in einer in Jahrhunderten gewachsenen Industrielandschaft. Nach der Mittagspause und einem Konzert des Jugendblasorchesters Plessa ging es weiter zur Historischen Wassermühle in Wahrenbrück. Das über 800 Jahre alte Einzeldenkmal liegt direkt an der Kleinen Elster und kann in funktionstüchtigem Zustand besichtigt werden.
„Wir sind mit dem Verlauf unserer 3. Elbe-Elster-RadKulTour sehr zufrieden. Das Echo der Teilnehmer war rundum positiv. Dafür spricht unter anderem auch die Tatsache, dass einige Radler beide Tage von A bis Z dabei waren. Dank gilt allen Mitwirkenden, die sich mit ihrem Engagement wieder sehr viel Mühe gegeben haben. Und es steht schon heute fest: Auch 2021 wird es natürlich wieder eine Elbe-Elster RadKulTour geben“, sagte Susanne Dobs, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land e.V.
Die RadKulTour 2021 wurde von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ finanziell unterstützt, die Kreisverkehrswacht Elbe-Elster sicherte den wichtigen Fahrradservice vor Ort ab, und die Mineralquellen Bad Liebenwerda stellten erfrischende Getränke für die Teilnehmer bereit.

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