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21.09.2020

Von der militärischen Kaderschmiede zur sozialistischen Volksarmee

Vortrag von Dr. Rüdiger Wenzke zur Entwicklung des DDR-Militärs in der Ulbricht-Ära
Parade der Nationalen Volksarmee

Parade der Nationalen Volksarmee
© Rüdiger Wenzke
Mit dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945 begann für Schloss Doberlug eine neue Zeit: Es diente zunächst als Garnison für sowjetische Truppen, ab 1950 dann als Kaserne für Einheiten der Kasernierten Volkspolizei und der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA). Die militärische Nutzung ging nicht spurlos an dem Architekturdenkmal vorüber, das als Sperrgebiet der Öffentlichkeit über lange Jahre entzogen war. Eine Sonderausstellung des Museums Schloss Doberlug „Acht Wochen eines Jahres. Die NVA im Schloss Doberlug“ thematisiert diesen Umbruch in der Schlossgeschichte. Am 15. Oktober um 17.00 Uhr spricht Dr. Rüdiger Wenzke, Leiter des Forschungsbereiches „Militärgeschichte nach 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam, im Begleitprogramm der Ausstellung über die Entwicklung des DDR-Militärs in der Ulbricht-Ära.

Nur ein Jahrzehnt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trat in beiden deutschen Staaten wieder deutsches Militär in Form von regulären Streitkräften in die Öffentlichkeit. In der DDR wurde am 18. Januar 1956 die Nationale Volksarmee (NVA) per Gesetz geschaffen. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die historische Entwicklung des ostdeutschen Militärs von den Anfängen der geheimen Aufrüstung zu einer sozialistischen Bündnisarmee. Dabei geht es um die Entstehung von militärischen Formationen unter dem Deckmantel der Polizei in den frühen 1950er-Jahren ebenso wie um den weiteren Aufbau der ostdeutschen Streitkräfte vor und nach dem Mauerbau 1961. Eingeordnet in den Ost-West-Konflikt, in die Entwicklung der DDR und der Warschauer Vertragsorganisation, wird ein differenziertes Bild über Strukturen, Bewaffnung, Einsatzgrundsätze, Erziehung und Ausbildung sowie Personal, Ideologie und Alltag der DDR-Volksarmee und ihrer Vorläufer gezeichnet. Dr. Rüdiger Wenzke hat zahlreiche Aufsätze und Monographien zur Militärgeschichte der DDR und zum Warschauer Pakt geschrieben.
Eintritt sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Da derzeit nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht, muss verbindlich reserviert werden. Für die Veranstaltung werden Kontaktdaten erhoben. Verbindliche Kartenvorbestellungen per Tel. 035322 6888520 oder museum-schlossdoberlug@lkee.de.

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