21.04.2026
Auch das ist Feuerwehr im Ehrenamt
Engagierte Feuerwehrhistoriker im Landkreis bewahren Technik und Geschichte für kommende Generationen
Innerhalb des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe Elster engagieren sich verschiedene Fachbereiche für die vielfältigen Aufgaben des Verbandslebens. Neben dem Feuerwehrsport und der Jugendfeuerwehr ist auch der Fachbereich Feuerwehrhistorik aktiv. In den vergangenen Monaten ist die Gruppe deutlich gewachsen und vereint inzwischen Kameraden aus Kahla, Knippelsdorf, Massen, Breitenau, Prösen, Prießen und Finsterwalde. Jeder von ihnen widmet sich dabei eigenen Sammel- und Erfassungsgebieten und trägt so zur systematischen Aufarbeitung der Feuerwehrgeschichte im Landkreis bei.
Beim jüngsten Treffen in der Kreisstadtfeuerwehr standen neben organisatorischen Fragen und der Erfassung von Gründungsdaten auch historische Fahrzeugtechnik im Mittelpunkt. Besonderes Interesse galt dem Löschfahrzeug 8 LS 1/1 auf LO Robur. Die Freiwillige Feuerwehr Herzberg verfügt noch über eines der insgesamt 135 gebauten Schaumfahrzeuge, das zuletzt anlässlich des 150-jährigen Jubiläums präsentiert wurde. Bundesweit existieren nur noch fünf Fahrzeuge in ihrem Originalzustand. Ursprünglich war dieses Spezialfahrzeug für den Einsatz in einem Pharmazielager vorgesehen. Auch bei den Prießener Historikfreunden befindet sich ein vergleichbares, allerdings bereits verändertes Fahrzeug in der Sammlung.
Die Beschäftigung mit diesem besonderen Fahrzeugtyp führte zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dessen Geschichte. Kamerad Björn Horn von der Feuerwehr Herzberg referierte dazu anschaulich über Hintergründe, Einsatztaktik und Einsatzbereiche. Sein Vortrag stieß bei allen Teilnehmern der Arbeitsberatung auf großes Interesse.
Der Kreisfeuerwehrverband Elbe Elster wünscht der Gruppe weiterhin eine spannende, kameradschaftliche und erfolgreiche Zeit bei ihrer wichtigen Aufgabe, historische Quellen, Technik und Ausrüstungsgegenstände zu erhalten. Das Engagement der Kameraden trägt wesentlich dazu bei, die Geschichte der Feuerwehr lebendig zu halten und für kommende Generationen zugänglich zu machen.
„Geschichte zu verstehen bedeutet, Ereignisse, Handlungen und Strukturen zu analysieren, um die Gegenwart zu begreifen und die Zukunft zu gestalten.“




