Notruf vom Wittich-Verlag Herzberg Katastropheneinsatzkräfte und Bundeswehr rückten aus  Um 13:45 Uhr ging ein Notruf vom Wittich-Verlag in Herzberg bei der Leitstelle Lausitz ein. Was ist passiert? Am Montag, den 8. März 2010 löste die Brandmeldeanlage des Wittich-Verlages einen Alarm aus – Explosion in der Druckerei. Wenige Sekunden später tönten die Sirenen im Stadtgebiet Herzberg. Der Verwaltungstrakt und das ganze Produktionsgebäude standen unter Rauch. Im Gebäude befanden sich 12 verletzte Mitarbeiter. Vor Ort waren die Herzberger Feuerwehr, eine Sanitätseinheit der Bundeswehr, die kreislichen Sondereinsatzgruppen vom DRK und ein Feuerwehrfahrzeug aus Schönborn, welches für die ABC-Erkennung ausgerüstet ist. Über 50 Helfer waren im Einsatz. Die verschiedenen Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes arbeiteten eng miteinander zusammen, um eine schnellstmögliche Rettung der Mitarbeiter zu erzielen. Die Kameraden von der Feuerwehr setzten ihre Atemschutzmasken auf und begannen sofort mit der Suche nach den Mitarbeitern. Aufgrund des beißenden Rauches im Gebäude sah man nicht einmal die eigene Hand vor Augen.
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 Immer wieder hörte man schreckliche Hilfeschreie. Auf dem hinteren Betriebsgelände richtete das DRK derzeit eine Sammelstelle für die Verletzten ein. Nach wenigen Minuten wurden die ersten Schwerstverletzten und Bewusstlosen geortet und auf Tragen schnellstmöglich zu den Sanitätern gebracht. Eine Erstversorgung der Verletzten fand sofort statt. Zur Erleichterung der Ortung der Mitarbeiter wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt. Durch Feuerwehrmann Christian Zahn von der Freiwilligen Feuerwehr Schönborn wurde mithilfe eines Viergasmessgeräts überprüft, ob sich in der Druckerei giftige Gase befinden. Zum Glück war dies nicht der Fall. Als die Erstversorgung beendet war, wurden die Verletzten vom DRK zum Transport vorbereitet, um weitere Maßnahmen der Versorgung einzuleiten. Nach einer guten Stunde waren alle Mitarbeiter geborgen. Alle Einsatzkräfte zeigten volle Einsatzbereitschaft. Glücklicherweise war das Szenario nur eine Einsatzübung für Feuerwehr, Rettungsdienst und Einheiten der Bundeswehr im Industriegebiet Herzberg. Ziel dieser Übung war das Überprüfen und Üben des Zusammenwirkens der tätigen Organisationen im Katastrophenschutz.
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 Zum ersten Mal hat ein Geschäftsführer ein Unternehmen für solch eine Katastrophenschutzübung im Elbe-Elster Kreis zur Verfügung gestellt. Der Geschäftsführer des Wittich-Verlages, Marco Müller, ist Reservist der Bundeswehr und gehört als solcher dem Kreisverbindungskommando (KVK) an. Die Idee der ganzen Einsatzübung stammt von ihm. Zwölf Statisten wurden von der Bundeswehr Holzdorf zur Verfügung gestellt. Sie wurden täuschend echt als schwerstverwundete Mitarbeiter geschminkt. Der ganze Ablauf wurde sehr realistisch dargestellt, um den Rettungskräften ein mögliches objektives Bild bei einem richtigen Einsatz zu verdeutlichen. Diese gemeinsame Übung der Katastrophenschutzeinheiten „war ein voller Erfolg“, schätzte im Anschluss Dr. Erhard Haase, Dezernent für Ordnung und Sicherheit des Kreises, als auch Burkhard Schreiber, der Organisationsleiter des DRK, Kreisbrandmeister Bodo Schmidt und Oberstleutnant Knieper ein. Anne Kleinpaul Auszubildende
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