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Kloster Marienstern Mühlberg - ein Ort der gut tut Neugestalteter Kreuzgang führt zum Haus der Ruhe und Begegnung  „Wir sind für alles voller Dankbarkeit, was hier im Klosterbereich in den letzten Jahren entstanden ist“, freute sich Pater Ansgar Schmidt am 12. Januar 2012, als im Beisein von Bischof Dr. Gerhard Feige, Superintendent Karl-Heinz Nickschick und dem Provinzial des Claretiner-Ordens, Pater Stefan Wolf, das neue ökumenische Haus der Begegnung und Stille im Mühlberger Kloster Marienstern gesegnet und damit seiner Bestimmung übergeben wurde. Die Arbeiten am Haus der Begegnung als geistliches Zentrum und dem Anlegen eines Kreuzganges, der mit dem 2010 eingeweihten Äbtissinnenhauses nun wieder eine Einheit bildet, begannen im Herbst 2010. Alles begann mit dem Auftrag, aus der Ruine des Klosters wieder einen nutzungsfähigen Klosterkomplex zu gestalten. Für Architekt Onno Folkerts und den Baufirmen war es schwierig und gleichzeitig sehr interessant, eine Verbindung zwischen ehrwürdigem historischen Gemäuer aus dem 12. Jahrhundert und ergänzenden Neubauten herzustellen. Das Mühlberger Kloster hat nationale Bedeutung und gehört zu den wichtigsten Zisterzienser - Nonnenklöstern im Hinblick auf die geschichtliche Bedeutung wie auch auf seinen baulichen Rang. Die Klosteranlage ist eines der bedeutendsten Baudenkmale im Süden des Landes Brandenburgs. Die Gesamtanlage besitzt große städtebauliche Bedeutung als Ausgangs- und Bezugspunkt der Entwicklung des altstädtischen Teils der mittelalterlichen Doppelstadt Mühlberg. Für den Ostflügel (Kapitelsaal) der als Bettenhaus mit 20 Übernachtungsmöglichkeiten neu errichtet wurde, standen viele Gestaltungsvarianten zur Diskussion.
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 Ziel war es, einen Baukörper zu errichten, welcher sich hinsichtlich seiner Ganzheit in den gewachsenen Bestand einfügt und sich dennoch der historischen Bausubstanz unterordnet. Gleiches gilt für das verwendete Material und die Details. Auch diesbezüglich sollte erkennbar sein, dass es sich um eine neuzeitliche Zutat handelt, die sich jedoch harmonisch einfügt. Baubeginn war in September 2010. Nach 17 Monaten feierten rund 250 Gäste die Fertigstellung. Alle kirchlichen Würdenträger hoffen nun, dass viele Menschen auf das Begegnungshaus aufmerksam gemacht werden und es mit Leben erfüllen. Es lädt alle Menschen, egal welcher Glaubensrichtung sie angehören oder religiös ungebunden sind ein, hier zur Ruhe zu kommen, sich selbst zu erkennen und Mut und Kraft für die Zukunft zu schöpfen. Eben für alle Menschen die irgendwie auf der Suche nach sich selbst sind oder eine Auszeit brauchen. Zur Betreuung der Gäste setzen die Betreiber auf ehrenamtliche Helfer. „Orte wie dieser sollen Leuchtpunkte der menschlichen Orientierung werden“, sagte Bischof Dr. Gerhard Feige kurz nach der Einsegnung der Räume. Feige weiter: „Klöster sind von jeher von Gastfreundschaft geprägt, gerade auch heute für Menschen, die wenig mit dem christlichen Glauben vertraut oder verbunden sind“. Auch Superintendent Nickschick war angetan vom Haus der Begegnung und der Stille einerseits, da Ruhe und Zeit für viele ein seltenes Gut geworden sind. Andererseits steht das Haus als ein sichtbares Zeichen der Ökumene. Rund 800 Jahre ist es her, als die ersten Grundsteine für die Klosteranlage gelegt wurden. Heute nun ist es gelungen, die vier Gebäudeteile Klosterkirche, Refektorium, Herrenhaus und den Ostflügel wieder zu einer harmonischen Einheit zu verschmelzen. So wurde der ehemalige Kreuzgang in zurückhaltender Form neu eingefügt. Bis heute wurden insgesamt 6.700.000 € im Klosterareal verbaut, davon entfallen 1.920.000 € auf den Ostflügel und dem Umgang in Form des Kreuzganges. Diese Summe wurde durch das Land Brandenburg, den Landkreis, die Katholische Kirche, dem Bistum Magdeburg die Clarentiner, der Förderverein und Bonifatiuswerk aufgebracht. Die Gesamtbruttogeschossfläche beträgt insgesamt 1.100 qm für den Kreuzgang und den Ostflügel.
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