Regionale Planungsgemeinschaften

Die Lausitz -eine Region zwischen Weltkulturstädten

Die sächsische und die brandenburgische Lausitz sind bis heute traditionelle Industriestandorte – eine Landschaft im Wandel. Viele verschiedene Industriezweige prägen seit Jahrhunderten unsere Region im südlichen Brandenburg und dem Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Aber auch die Landschaft ist im Wandel. Neben den zahlreichen romantischen Landschaften hat die Lausitz einen besonderen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu bieten – die zahlreichen stillgelegten Tagebaue. Teile der Bergbaufolgelandschaft werden den natürlichen Prozessen überlassen und bilden so interessante Landschaftselemente.

AREE in der Region Elbe-Elster

Das Elbe-Elster-Land ist ein wichtiger Standort für die Großen der Lebensmittelbranche. Mineralquellen Bad Liebenwerda, Campina Elsterwerda, Bauer Fruchtsaft Bad Liebenwerda und Fleisch- und Wurstwaren Gourmet Herzberg sind hier ansässig. Aber es gibt auch kleinere Direktvermarkter lokaler Produkte.
Einen bedeutenden Wirtschaftsschwerpunkt der Region bildet die Metall- und Elektroindustrie. Der Süden Brandenburgs ist dabei, ein Zentrum innovativer Schweiß- und Plasmaschneidtechnik zu werden – ein Prozess, der durch etablierte Netzwerke der Branche unterstützt wird.
Als Klimaschutzregion werden ökologische Technologien gefördert: Im Frühjahr 2004 ging das Biomassekraftwerk in Elsterwerda ans Netz.
 
IBA Fürst-Pückler-Land GmbH

Von 2000 bis 2010 findet in der Lausitz die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land statt. Sie ist mehr als eine gewöhnliche Ausstellung - sie ist ein Zukunftsprogramm für die ehemalige Bergbauregion. Mit 25 beispielhaften Projekten und ausgewählten EU-Projekten gibt die IBA wirtschaftliche, gestalterische und ökologische Impulse für den nötigen Strukturwandel.

Regionale Projekte - Regionale Entwicklungskonzepte

Neben der klassischen Aufgabe der Planstellung untersucht die Regionalplanung in der Region Lausitz-Spreewald unterschiedliche Fragestellungen z.B. im Rahmen von Modellvorhaben der Bundesraumordnung. Von 2002 – 2004 wurden dabei alternative Modelle der Daseinsvorsorge in der Region untersucht und diskutiert.
 
Im Sinne der Verwirklichung von Raumordnungsplänen erarbeitet und initiiert die Regionale Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald Regionale Entwicklungskonzepte. Das bekannteste Regionale Entwicklungskonzept ist ohne Frage die Internationale Bauausstellung Fürt-Pückler-Land. Sie wurde durch die Regionale Planungsgemeinschaft vorbereitet. Die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land als Werkstatt für neue Landschaften bearbeitet im Zeitraum 2000 – 2010 24 Einzelprojekte in neun sogenannten Landschaftsinseln.

Regionale Planungsgemeinschaft

Die Region Lausitz-Spreewald liegt im Süden des Landes Brandenburg. Grenzen stellen im Norden das Land Berlin, im Süden der Freistaat Sachsen, im Osten die Republik Polen und im Westen das Land Sachsen-Anhalt dar. Gebildet aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus ist sie mit fast 7200 km² flächenmäßig die größte Region des Landes.
 
Der Anteil der Region am engeren Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg im Norden ist eher gering, er macht nur 6 % der Gesamtfläche aus. Neben einzelnen Räumen mit Verdichtungsansätzen um Cottbus und dem Siedlungsband Lauchhammer-Schwarzheide-Senftenberg-Spremberg ist der überwiegende Teil ländlich geprägt, teilweise zudem noch strukturschwach.
 
Die naturräumliche Ausstattung der Region ist äußerst vielseitig ausgeprägt. An erster Stelle ist das Biosphärenreservat Spreewald zu nennen, welches mit seiner umfangreichen Artenvielfalt an Flora und Fauna in der Niederungs- und Flussauenlandschaft eine herausragende Bedeutung auch über die Grenzen Brandenburgs und Deutschlands hat. Der Seenreichtum im Norden der Region ist von großem touristischen Interesse für die Bevölkerung der nahen Metropole Berlin.