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16.11.2012

Familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet

Es lag eine knisternde Spannung im Saal des Refektoriums Doberlug-Kirchhain, als rbb-Moderator Ralf Jußen die Preisverleihung des ersten Unternehmerwettbewerbs „Familienfreundliches Unternehmen im Landkreis Elbe-Elster“ eröffnete.
Ein riesen Dankeschön an die Projektverantwortliche Carina Duve

Wochen zuvor hatten der Landkreis zusammen mit dem Arbeitgeberservice Elbe-Elster der Bundesagentur für Arbeit Cottbus, dem Jobcenter Elbe-Elster, der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH sowie der Sparkasse Elbe-Elster diesen Preis als erster Landkreis Brandenburgs ausgelobt. Zur Preisverleihung am 15. November waren neben allen beteiligten Unternehmen, auch Firmen eingeladen, die sich in Sachen Familienfreundlichkeit noch auf der Suche nach Lösungen oder Verbesserungspotenzialen befinden und sich über eine Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch freuten. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Akteuren, die an Infoständen durch ihr Angebot oder ihre Dienstleistung einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie leisten oder damit bereits auf einem guten Weg sind. Insgesamt 32 Betriebe beteiligten sich am Wettbewerb. Kleine Unternehmen bis 20 Mitarbeiter, mittelständische bis 50 Mitarbeiter und große Unternehmen mit über 50 Beschäftigten aus den verschiedensten Branchen. „Es ist erfreulich, dass dem Thema ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie’ eine zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn von einer familienfreundlichen Arbeitswelt profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Elbe-Elster, sagte die Projektverantwortliche Carina Duve im Vorfeld. „Dieses Pilotprojekt“, so der Teamleiter des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit, Thomas Mierisch, „läuft ursprünglich seit 2010. Die Frage war, wie kommt dieses Thema „Familienfreundlichkeit“ in die Öffentlichkeit?“ Fünf Fragenkomplexe sollten alle angeschriebenen Unternehmen beantworten. Doch wegen unterschiedlicher Voraussetzungen konnten nicht alle in einen Topf geworfen werden und so splittete man die Teilnehmer in Unternehmensgrößen. Bei der Auswertung vergab die Jury dann auch noch Zusatzpunkte für Antworten auf Fragen bei denen man nicht dachte, dass es so etwas in den Betrieben des Landkreises gibt.
Für den Festredner, Kreistagsvorsitzender Andreas Holfeld, machte die Resonanz deutlich, welch reges Interesse es für dieses Thema gibt. Er sagte: „Mit dem Thema „Familienfreundlichkeit“ treffen wir den Nerv der Zeit. Unternehmen, die sich für Familienfreundlichkeit engagieren, investieren in die Zukunft. Demographischer Wandel und Fachkräftemangel heißen die heutigen Herausforderungen für die kleinen und mittleren Unternehmen. Deshalb setzen inzwischen immer mehr Firmen auf eine familienfreundliche Personalpolitik, um dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.“ Er ist davon überzeugt, dass es gut und richtig ist, die Chancen, die das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ für Unternehmen, Beschäftigte und die Region bietet, weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Denn laut einer Umfrage rangiert die Familienfreundlichkeit bei der Wahl eines Arbeitgebers bei den meisten Berufstätigen ganz oben auf der Prioritätenliste und liegt dort sogar gleichauf mit dem Gehalt. In vielen Familien sind oft beide Eltern berufstätig. Für sie müssen Angebote geschaffen werden. Dies ist nur möglich, wenn alle offen an das Thema herangehen, familienfreundliche Arbeitsmodelle einführen und Kommunen eine entsprechende Infrastruktur vorhalten. So bot die Preisverleihung ebenso die Möglichkeit, voneinander zu lernen und im gegenseitigen Austausch Ideen für eine familienfreundliche Arbeitswelt zu schaffen und umzusetzen. Dazu gehören nicht nur flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Wiedereinstieg nach der Elternzeit sowie Serviceangebote für Familien, sondern insbesondere auch der Aufbau einer Unternehmenskultur, in der ein respektvoller und offener Umgang mit dem Thema Familienfreundlichkeit selbstverständlich ist. So sollte dieser erste Wettbewerb dieser Art Anstoß für alle EE-Unternehmen sein.

 

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In der Kategorie große Unternehmen vergab Laudator Roland Neumann, Beigeordneter des Landkreises, Platz 5 an die Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH, Platz 4 an Claudia „Ihr Pflegedienst mit Herz“, Platz 3 an die EFEN GmbH aus Uebigau, Platz 2 an das Elbe-Elster Klinikum. Sieger wurde die Medizintechnik und Sanitätshaus Kröger GmbH in Massen. Einen Preis in der Sonderkategorie öffentlicher Dienst/Verwaltung erhielt die Stadt Falkenberg.

 

 

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In der Kategorie mittelständische Unternehmen vergab Laudator Heinz-Wilhelm Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Cottbus Platz 5 an Der rote Kamm-Haarstudio Wiesia Friseure aus Doberlug-Kirchhain, Platz 4 an Budoten Limited Kampfsport Versand aus Elsterwerda, Platz 3 an Hoffmann-Möbel aus Elsterwerda, Platz 2 an die Verein Tätige Gemeinschaft e.V. aus Bad Liebenwerda. Sieger wurde die Häusliche Alten- und Krankenpflege Fatima Krumpfe aus Mühlberg.

 

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In der Kategorie kleine Unternehmen vergab Laudatorin Eike Belle, Geschäftsführerin des Jobcenters Elbe-Elster Platz 5 an die K & K Touristik GmbH der Niederlausitz, Platz 4 an die Häusliche Krankenpflege Erika Glenz KG aus Beyern, Platz 3 an die Steuerberatungskanzlei Heike Roy aus Finsterwalde, Platz 2 an die Stadtapotheke Elsterwerda. Platz 1 ging an das Steuerberatungsbüro Boche & Kollegen aus Massen.

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