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Landwirtschaft im Landkreis Elbe-Elster

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Rapsfeld bei Lugau

Die Landwirtschaft im Elbe-Elster-Kreis steht vor einer Vielzahl neuer Herausforderungen. Beginnend mit dem Wandel vom regulären Lebensmittel- und Futtermittelproduzenten über den Anbau von Biomasse zum Energielieferanten bis hin zur Anpassung der Unternehmen an den sich allmählich vollziehenden weltweiten Klimawandel. Im Landkreis Elbe-Elster werden von den ca. 188.950 Hektar Gesamtfläche 51,9 % landwirtschaftlich genutzt. Zusätzlich sind 66.500 ha (35,2 %) Waldfläche). Leider sind die natürlichen Standortbedingungen für die Landwirtschaft nicht optimal. Die durchschnittliche Bodenwertzahl von 28 Bodenpunkten und eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von nur 560 mm je m² und Jahr lassen nur den Anbau standortangepasster Ackerkulturen und Gräser zu. Die Flächenausstattung der im Landkreis Elbe-Elster ansässigen Agrarbetriebe setzt sich anteilmäßig im Durchschnitt aus ¼ Eigentumsflächen und ¾ Pachtflächen zusammen. Mit 36.200 ha (53,1% der Fläche) dominiert Getreide nach wie vor die heimische Fruchtfolge. Hauptanbaufrucht bleibt weiter mit 14.600 ha der Roggen. Mit rd. 10.250 Hektar hat sich die Anbaufläche für Silomais etabliert. Dies ist, neben der Erzeugung von hochwertigen Silagen für die Milchviehbestände, insbesondere mit der Produktion von Mais als Biomasse für die in den letzten Jahren im Landkreis entstandenen Biogasanlagen verbunden.
Im Landkreis Elbe-Elster wirtschaften dreizehn landwirtschaftliche Unternehmen unterschiedlichster Rechtsform nach für den ökologischen Landbau geltenden Richtlinien, die den Schutz von Natur und Klima gewährleisten und gleichzeitig die Qualität der erzeugten Produkte sichern. Diese Betriebe bewirtschaften eine Fläche von 1.521,3 ha. Unabhängig von der Bewirtschaftungsform sind Bodengüte und Flächenausstattung sowie die optimale Erreichbarkeit potentieller sicherer Absatzmärkte die vorrangigen Erfolgsfaktoren für das Betreiben des ökologischen Landbaues.
In den letzten Jahren hat die energetische Verwertung von Biomasse einen beachtlichen Stand erreicht. Der Einsatz von Mais und Getreide in Biogasanlagen haben gravierend an Bedeutung zugenommen. Der geschätzte Anteil von Biomasse an den erneuerbaren Energien beträgt ca. 77 %. Im Landkreis Elbe-Elster werden von landwirtschaftlichen Betrieben oder von eigens zu diesem Zweck gegründeten Gesellschaften bisher sieben Biogasanlagen betrieben. An Inputstoffen zur Beschickung der Anlagen sind Gülle, nachwachsende Rohstoffe, organische Abfälle diverser Art, Gras- und Maissilage, und Getreide alljährlich erforderlich.

Erntezeit

Eine weitere Alternative zur Erzeugung von Biomasse bietet die Anlage von Kurzumtriebsplantagen auf einer landwirtschaftlichen Fläche mit regelmäßiger Ernte in einer Dauer von bis zu zwanzig Jahren. Der Anbau von schnellwachsenden Gehölzen erfolgt im Landkreis nunmehr bereits auf rund 27 Hektar. Mit dem Ausbau dieses energetischen Potentials wird nachhaltig der Entwicklung der Landwirtschaft in ihrer Vielschichtigkeit und ihrer Erhaltung als flächendeckende Landbewirtschaftungsform Rechnung getragen.
Auch die Aufrechterhaltung der Tierproduktion besitzt in Hinsicht auf die Wertschöpfung und den damit verbundenen Erhalt von Arbeitsplätzen im Sinne ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit der Landwirtschaft einen immensen Stellenwert. Ein hoher Viehbesatz gewährleistet Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Des Weiteren sichert er die natürliche Bodenfruchtbarkeit unter den im Landkreis Elbe-Elster vorherrschenden Standortbedingungen mit überwiegend leichten Böden. Die Tierhaltung hat in Elbe-Elster eine lange Tradition und liegt nach wie vor deutlich über dem Schnitt des Landes Brandenburg.

Rinderstall Milchkühe

Im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe des Landkreises Elbe-Elster kann positiv davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit unserer Unternehmen sich als innovativ und wettbewerbsfähig darstellt. Die Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen für den sich rasant entwickelnden Sektor der erneuerbaren Energien wird neben der herkömmlichen traditionellen Tier- und Pflanzenproduktion einen hohen Stellenwert erhalten.
Für den ökologischen Landbau bestehen auch im Landkreis Elbe-Elster reale Chancen für eine Erweiterung der Anbaufläche, da die Betriebe bestimmte Produktnischen für sich erschließen oder sich über einen gezielten Ausbau der Direktvermarktung mit regionalen Produktsortimenten Marktanteile in den Ballungszentren, wie der Großraum Berlin, Dresden und Leipzig, sichern.

Kontakt


Frau Elke Höhne

Landwirtschaft
Sachgebietsleiterin
Ludwig-Jahn-Straße 2
04916 Herzberg (Elster)
Telefon: 03535 46-2518
Fax: 03535 46-2687
E-Mail: Landwirtschaftsamt@lkee.de oder Kontaktformular
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