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29.11.2017

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski begrüßte Bildungsministerin Britta Ernst auf Kreisreise in Elbe-Elster

Landrat mahnte stärkere finanzielle Beteiligung des Landes an Kosten für Kindertagesbetreuung und Jugendsozialarbeit an

Über die Bildungslandschaft im Landkreis Elbe-Elster sprachen Bildungsministerin Britta Ernst (l.) und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (2.v.r.) zusammen mit weiteren Verantwortlichen u. a. in der Kreisverwaltung in Herzberg.

Bildungsministerin Britta Ernst hat am 29. November den Landkreis Elbe-Elster besucht. Zum Auftakt wurde sie von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in der Kreisverwaltung in Herzberg begrüßt. Im Gespräch mit weiteren Verantwortlichen ging es um die Bildungslandschaft in Elbe-Elster. Dargestellt wurden die aktuellen Schulstrukturen, die mittelfristig als stabil eingeschätzt werden. Der Landrat verwies auf die sehr guten außerschulischen Bildungsangebote der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ und des Museumsverbundes Elbe-Elster. Jeder vierte Schüler des Landkreises besuche die musisch-kulturelle Bildungseinrichtung. Und der Museumsverbund mit seinen vier Häusern und vielseitigen Angeboten sei Magnet für rund 30.000 Besucher im Jahr.

„Bildung ist bei uns im Landkreis eine Querschnittsaufgabe in der Verwaltung, denn Lernen und Bildung finden vor allem in der Kommune statt. Der Landkreis Elbe-Elster gestaltet aktiv die kommunale Bildungslandschaft und hat dafür das Bildungsbüro eingerichtet“, machte der Landrat deutlich. Bildung, die bereits im frühen Kindesalter ansetzt, bilde die Grundlage für den weiteren Bildungsweg und die Bildungschancen jedes einzelnen im Lebenslauf. Ein Schwerpunkt sei deshalb der Übergang von der Kita in die Grundschule. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Bildungsbüros ist die Unterstützung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung und den Beruf, der eine zentrale Rolle für die Zukunftsperspektiven der jungen Menschen spielt. Einmal im Jahr schaut der Landkreis intensiv auf die Entwicklung der Bildungslandschaft in Elbe-Elster und beleuchtet zusammen mit regionalen Akteuren und externen Fachleuten aktuelle Themen auf einer Bildungskonferenz. Dort wurden gerade erst Qualitätsstandards an allen Kindertageseinrichtungen vereinbart und Berufsorientierungsmaßnahmen wie „Komm auf Tour“ fest verankert.

Christian Heinrich-Jaschinski nutzte die Kreisreise der Ministerin auch, um auf Probleme aufmerksam zu machen. So wurde u.a. die Entwicklung der Personalausgaben für Kindertageseinrichtungen thematisiert. Die Ausgaben sind in den vergangenen Jahren vor allem wegen besserer Personalschlüssel, aber auch wegen der hohen Zahlen bei den Schulzurückstellungen stetig gestiegen. Aktuell wird jeder fünfte Schüler ein Jahr zurückgestellt. Die finanziellen Zuwendungen des Landes halten mit diesen Entwicklungen nicht Schritt. Der Zuschussbedarf des Landkreises ist von 10,5 Millionen Euro 2010 auf beträchtliche 13,1 Millionen Euro 2017 gestiegen. „Die Kindertagesstättenfinanzierung gehört bei uns mit zu den größten Positionen im Kreishaushalt, der damit an die Belastungsgrenze stößt. Deshalb halte ich eine höhere Personalkostenförderung durch das Land für unbedingt erforderlich. Die steigenden Ausgaben müssen adäquat aufgefangen werden“, gab der Landrat der Ministerin mit auf den Weg.

Eine stärkere Beteiligung des Landes mahnte Christian Heinrich-Jaschinski auch bei der Förderung der Jugend- und Jugendsozialarbeit im Landkreis an. Die Landesmittel würden nur einen Bruchteil der derzeitigen Kosten ausmachen. „Dort sind meiner Ansicht nach gemeinsam mit dem Land mehr Anstrengungen notwendig, um präventive Maßnahmen bedarfsorientiert vorzuhalten“, sagte der Landrat.

Eine weitere Station von Bildungsministerin Ernst an dem Tag war die Integrationskita „Bremer Stadtmusikanten“ in Elsterwerda, wo sie sich über das Konzept zur Frühförderung informierte. Anschließend besuchte sie die „Oscar-Kjellberg-Oberschule“ in Finsterwalde, wo sie sich die Ganztagsbetreuung anschaute.

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