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07.07.2019

Festliche Tafel im Schloss Doberlug macht Appetit auf mehr

Museumsverbund präsentierte zum Sommerfest zwei neue Sonderausstellungen/ „Wir decken eine Tafel – Ein Vorbote der Sammlung Dohna in Doberlug“ und „Fontanes Illustrator Alexander Duncker als Chronist Brandenburger Adelswelten“
Die aktuelle Schau zeigt ausgewählte Einzelstücke einer Prunktafel mit Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin sowie Besteck, Leuchtern und Deckelpokalen aus Silber und Glas aus der Sammlung Dohna-Schlobitten.

Die aktuelle Schau zeigt ausgewählte Einzelstücke einer Prunktafel mit Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin sowie Besteck, Leuchtern und Deckelpokalen aus Silber und Glas aus der Sammlung Dohna-Schlobitten.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Mit einem heiteren und beschwingten Sommerfest bot Schloss Doberlug am 7. Juli die Kulisse für zwei Ausstellungseröffnungen, die am gleichen Tag ihre Türen für die Besucher öffneten. Das Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster und das Museum Schloss Doberlug knüpften damit an den erfolgreichen Auftakt der Brandenburgisch-Sächsischen Begegnungen vor zwei Jahren an. Auch diesmal gab nicht nur der Landkreis Elbe-Elster seine kulturelle, kulinarische und musikalische Visitenkarte ab, sondern dies taten auch seine brandenburgischen und sächsischen Nachbarregionen.
Die Torgauer Renaissancetänzer pflegen die Tradition der Tänze wie vor 400 Jahren und beeindruckten das Publikum mit ihren Darbietungen und eindrucksvollen Gewändern.

Die Torgauer Renaissancetänzer pflegen die Tradition der Tänze wie vor 400 Jahren und beeindruckten das Publikum mit ihren Darbietungen und eindrucksvollen Gewändern.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Auf dem Programm standen barocke Spiele zum Mitmachen. Besucher konnten, wie einst das Schlossgesinde, zum Beispiel Reisigbesen binden oder unter Anleitung einer Fachfrau eine festliche Tafel decken. Kleine und große Festgäste schlüpften in höfische Kostüme und konnten diesen besonderen Moment im Foto festhalten. Hinzu kamen zahlreiche musikalische und kulinarische Angebote, die zum Verweilen und Genießen einluden.
Der Beigeordnete und Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Gesundheit und Soziales des Landkreises, Roland Neumann, würdigte die neuen Präsentationen als Bereicherung für den Museumsstandort im Süden des Landes.

Der Beigeordnete und Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Gesundheit und Soziales des Landkreises, Roland Neumann, würdigte die neuen Präsentationen als Bereicherung für den Museumsstandort im Süden des Landes.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Bereits am Vormittag hatten Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil und der Beigeordnete und Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Gesundheit und Soziales des Landkreises, Roland Neumann, im Museum Schloss Doberlug die beiden Sonderausstellungen „Wir decken eine Tafel – Ein Vorbote der Sammlung Dohna in Doberlug“ und „Fontanes Illustrator Alexander Duncker als Chronist Brandenburger Adelswelten“ eröffnet. Beide würdigten die Präsentationen als Bereicherung für den Museumsstandort im Süden des Landes.
Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil bei der Eröffnung.

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil bei der Eröffnung.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Die Sonderausstellung mit ausgewählten Einzelstücken einer Prunktafel soll Appetit auf die große Dauerausstellung zur einzigartigen ostpreußischen Sammlung Dohna-Schlobitten machen, die im kommenden Jahr eröffnet wird. „Die Möglichkeit, diese Sammlung für zehn Jahre in ihrer Vielfalt im Schloss Doberlug präsentieren zu können, ist nach dem großartigen Erfolg der ersten brandenburgischen Landesausstellung zu Preußen und Sachsen im Jahr 2014 ein weiterer Glücksfall für das Schlossmuseum und ein Erfolg des ‘Museumsverbundes Landkreis Elbe-Elster‘“, sagte die Staatssekretärin in ihrer Ansprache. Die einzigartige Sammlung stehe exemplarisch für mitteleuropäische Kulturgeschichte, so Gutheil.
Claudia Meckel (l.) von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg führte in die Prunktafel-Ausstellung im Museum Schloss Doberlug ein.

Claudia Meckel (l.) von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg führte in die Prunktafel-Ausstellung im Museum Schloss Doberlug ein.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Roland Neumann hob hervor: „Die fantastischen Objekte, die den europäischen Vergleich nicht scheuen müssen, werden erheblich zur überregionalen Attraktivität des Schlosses beitragen und unser Museum nachhaltig stärken. Wir wissen, dass uns damit ein großer Schatz anvertraut wird. Ich danke allen Beteiligten, dass sie uns ihr Vertrauen geschenkt und diese Ausstellung möglich gemacht haben.“

Die aktuelle Schau zeigt ausgewählte Einzelstücke einer Prunktafel mit Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin sowie Besteck, Leuchtern und Deckelpokalen aus Silber und Glas aus der Sammlung Dohna-Schlobitten. Das Geschlecht der Burggrafen zu Dohna war eine der einflussreichsten Familien in Sachsen und später in Ostpreußen. Der letzte Schlossherr, Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten, konnte einen Großteil des Kunstinventars kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges evakuieren.
Die zweite Sonderausstellung mit Illustrationen zu preußischen Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert fand beim Publikum ebenfalls reges Interesse.

Die zweite Sonderausstellung mit Illustrationen zu preußischen Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert fand beim Publikum ebenfalls reges Interesse.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Die zweite Sonderausstellung mit Illustrationen zu preußischen Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert schlägt einen spannenden Bogen zum diesjährigen Fontane-Jubiläum. Der 1819 in Neuruppin geborene Theodor Fontane ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und trägt mit seinem Werk bis heute wesentlich zur Identitätsbildung im Land Brandenburg bei. Zu seinem 200. Geburtstag wird in Brandenburg und Elbe-Elster nicht nur seine Person mit zahlreichen facettenreichen, ungewöhnlichen und attraktiven Veranstaltungen gewürdigt. Das Jubiläum bietet auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit zu werfen.
Dr. Rainer Ernst (r.) stellte seine historischen Duncker-Ansichten für die Präsentation »Alexander Duncker. Chronist brandenburgischer Adelswelten« als Leihgabe zur Verfügung und gab Einblicke in die Schau.

Dr. Rainer Ernst (r.) stellte seine historischen Duncker-Ansichten für die Präsentation »Alexander Duncker. Chronist brandenburgischer Adelswelten« als Leihgabe zur Verfügung und gab Einblicke in die Schau.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard
Die Schau im Museum Schloss Doberlug bietet dafür eine gute Gelegenheit. Zwischen 1857 und 1883 veröffentlichte der Verleger und Herausgeber Alexander Duncker eine groß angelegte Grafiksammlung zu preußischen Herrenhäusern, die als bildliches Pendant zu Fontanes ‘Wanderungen‘ gelten. Die historischen Ansichten werden in der Ausstellung von aktuellen Fotografien begleitet, die der Radeberger Fotograf Burkhard Schade anfertigte. Die Gröbitzer Künstlerin Stephanie Pfeiffer schloss mit ihren Zeichnungen von Schlössern des Elbe-Elster-Landes die Lücken, die Alexander Duncker im 19. Jahrhundert hinterließ.

Die Sonderausstellung „Wir decken die Tafel“ ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Museums Schloss Doberlug. Weitere Unterstützung erfuhr das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ mit ihren Förderungen. Sie haben gemeinsam mit Eigenmitteln des Landkreises Elbe-Elster diese Sonderausstellung ermöglicht.

Die Präsentation „Alexander Duncker. Chronist brandenburgischer Adelswelten“ ist ein Projekt von Kulturland Brandenburg fontane.200/spuren, das dieses Vorhaben finanziell unterstützte. Der frühere Leiter des Museumsverbundes Elbe-Elster, Dr. Rainer Ernst, stellte für die Schau seine historischen Duncker-Ansichten als Leihgabe zur Verfügung

Die neuen Sonderausstellungen im Museum Schloss Doberlug können bis einschließlich September dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und danach an den gleichen Wochentagen bis 17 Uhr besichtigt werden. Tickets kosten sechs Euro, ermäßigt drei Euro.

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Herr Holger Fränkel

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