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13.09.2017

Lesen querbeet vor dem Gärtnerhaus

Grundbildungszentrum des Landkreises Elbe-Elster lud zum ersten Lesepicknick nach Elsterwerda

Sophie war mit sieben Jahren die jüngste Teilnehmerin am Lesepicknick und entschloss sich spontan, aus ihrem Lieblingsbuch vorzulesen

Satte siebenundsiebzig Jahre Altersunterschied und dennoch ein gemeinsames Hobby: Gerne-Leser trafen sich am vergangenen Freitag zum ersten Lesepicknick vor dem Gärtnerhaus in Elsterwerda. Am Weltalphabetisierungstag wollten die Mitarbeiterinnen des Regionalen Grundbildungszentrums „etwas mit Buchstaben“ machen und luden daher zum ersten Lesepicknick ein. Auf der ganzen Welt gibt es Erwachsene, die Probleme mit der geschriebenen Sprache haben, in Deutschland sind es 7.500.000 Erwachsene, denen Texte Schwierigkeiten bereiten. Laut Statistik sind es ca. 9.600 im Landkreis Elbe-Elster.

„Unserer Einladung zum Picknick auf der Wiese vor dem Gärtnerhaus in Elsterwerda folgten fast dreißig Gerne-Leser“, sagte Sabine Rau vom Grundbildungszentrum. Viel brauchte es nicht. Ein Buch, einen Snack oder nur einen Apfel. Wer neugierig war, kam nur mal so vorbei. Die Mitarbeiterinnen des Grundbildungszentrums waren vorbereitet und hatten Kissen, Picknickdecken, kleine Snacks und Lesestoff parat. Schnell fanden sich Vorleser, die sich auf der Vor-Lese-Decke platzierten und die Runde der Zuhörer scharte sich um sie herum. So kam es, dass sogar zwei Vor-Leser denselben Autoren ausgewählt hatten. Zwei weitere lasen von der rüstigen Rentnerin Oma Bergmann vor, die noch viel von der Welt sehen wollte bzw. sich ein Kleid von Lady Diana im Internet ersteigert hatte. Die siebenjährige Sophie nahm spontan auf der Vor-Lese-Decke Platz und las eine Pferdegeschichte vor. Ihre Omi half ihr eigentlich nur bei den superlangen Worten. Es war ein rundherum gelungener Nachmittag und im kommenden Frühsommer ist das nächste Lesepicknick geplant.

Frederica liest aus »Besser als Bus fahren: Die Online-Oma legt ab«

Es ist nichts Schlimmes, wenn man als Erwachsener Probleme mit Texten hat – solange es einen selbst nicht betrifft. Wie aber ist es, wenn man selber betroffen ist? Die meisten ziehen sich Stück für Stück aus dem Leben in der Gemeinschaft zurück. Es ist ja auch nicht angenehm, immer sagen zu müssen „ich kann das nicht“.

Also versteckt man sich oder spielt das Problem herunter.

Viele kennen jemanden, dem Scheiben schwer fällt und unterstützen ihn dann bei Behördengängen oder Aktivitäten, die mit Lesen und Schreiben zu tun haben.

Oftmals ist man als Mitwisser hilflos und fragt sich, wie das denn weitergehen soll. Es gibt Kurse bei der Volkshochschule. Gehört davon haben schon Viele. Aber der Weg dorthin ist schwierig. Unterstützung und Beratung, Lesen, Schreiben und Rechnen für alle, die sich wieder auf den Weg machen möchten, gibt es im Grundbildungszentrum des Landkreises in Elsterwerda und in allen Regionalstellen der Kreisvolkshochschule. Fragen Sie einfach nach.

Gerne-Leser und solche, die es werden wollten, kommen in eine der Lernstuben des GBZ oder rufen in Elsterwerda an. Die Nummer ist 03533-6208570 oder -71.

Kontakt


Herr Torsten Hoffgaard

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Pressereferent
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Herr Holger Fränkel

Pressestelle
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Ludwig-Jahn-Straße 2
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Telefon: 03535 46-1243
E-Mail: holger.fraenkel@lkee.de oder Kontaktformular E-Mail: amtsblatt@lkee.de oder Kontaktformular
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