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13.04.2017

528 Asylbewerber wurden 2016 in den Landkreis Elbe-Elster aufgenommen

Für 2017 sind 193 Aufnahmen durch das Land geplant

Foto Press Asyl

Das Migrationsgeschehen der Jahre 2015 und 2016 ist geprägt durch die bisher einmalige starke Zuwanderung von schutzsuchenden Flüchtlingen. Insbesondere die starke Zuwanderungsbewegung des Jahres 2015 bedeutete für alle Ebenen – Bund, Land und Kommunen - eine gewaltige Kraftanstrengung. Dies stellte auch die Verwaltung, die Zivilgesellschaft sowie die Politik im Landkreis Elbe-Elster vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit den Kommunen, den Flüchtlingsinitiativen und unzähligen weiteren freiwilligen Helfern/innen, den sozialen Verbänden, Institutionen und Einrichtungen verschiedener Träger ist es der Kreisverwaltung gelungen, die ersten Herausforderungen zu meistern. Sowohl die Unterbringung als auch die soziale Unterstützung der Asylsuchenden konnten stetig gesichert und verbessert werden.

In diesem Jahr stellt sich die Situation für den Landkreis Elbe-Elster entspannter dar. Zum 30.03.2017 erfolgte durch das MASGF die Mitteilung zum Jahresabschluss des Ausnahmesolls 2016 sowie zum vorläufigen Aufnahmesoll für das Jahr 2017. So lag in 2016 das Soll für den Landkreis bei 443 Aufnahmen. Tatsächlich wurden 528 Asylbewerber in den Landkreis Elbe-Elster verteilt. Darüber hinaus sind 10 Spätaussiedler aufgenommen worden. Das vorläufige Aufnahmesoll für das gesamte Jahr 2017 wird für den Landkreis Elbe-Elster mit 193 beziffert. Dennoch wird durch das MASGF das übermittelte Aufnahmesoll kalenderhalbjährlich überprüft und ggfs. angepasst. 

Bisher erfolgten in 2017 bereits 136 Aufnahmen. Insbesondere aus den Herkunftsstaaten Russische Föderation (Tschetschenien) mit 37 Personen (27 %), Kamerun mit 24 Personen (18 %), Iran mit 23 Personen (17 %), Eritrea mit 20 Personen (15 %) und Kenia mit 10 Personen (7 %). Die Hauptherkunftsländer der Asylbewerber im Landkreis sind Afghanistan mit 143 Personen (28,1 %), Russische Föderation mit 101 Personen (19,8 %), Iran mit 63 Personen (12,4 %) und Kamerun mit 54 Personen (10,6 %). 

Auf Grund der rückläufigen Zugangszahlen von Asylsuchenden reduziert der Landkreis Elbe-Elster sukzessiv die bisher vorgehaltenen Unterbringungskapazitäten. Bereits in 2016 fanden erste Reduzierungen im Wohnungsbestand und auch in den Übergangseinrichtungen statt. Für 15 Wohnungen konnte in 2016 ein Übergang des Mietvertrages an anerkannte Flüchtlinge realisiert werden, im ersten Quartal 2017 konnte dies für weitere 6 Wohnungen ebenfalls umgesetzt werden. Derzeit stehen im Landkreis Elbe-Elster insgesamt 1.154 Kapazitäten für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung, wovon aktuell 767 belegt sind. Das entspricht einer Auslastung von 66,46 %.

 

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